10 Fakten über schwarze Katzen

Wer sein Leben mit einer schwarzen Katze teilt, weiß es schon längst: Diese eleganten Samtpfoten sind etwas ganz Besonderes! Trotzdem werden sie immer wieder Opfer von Vorurteilen und Aberglaube.

Schwarze Katze auf dem Gehweg
Schwarze Katzen umgeben so einige Geheimnisse und Kuriositäten.© farbkombinat-stock.adobe.com

Im Mittelalter galten schwarze Katzen als Begleiter der Hexen. Bis heute werden sie teilweise noch als Unglücksboten angesehen – natürlich völlig zu Unrecht! Schwarze Katzen umgibt eine Aura der Mystik und Ungezähmtheit – vielleicht ist es gerade das, was sie für uns so faszinierend macht. Haben Sie diese 10 Dinge schon über schwarze Katzen gewusst?

10 Dinge, die schwarze Katzen so besonders machen

Hinter schwarzen Katzen steckt viel mehr als Aberglaube und Mythologie. Hier kommen unsere 10 erstaunlichen Fakten über schwarze Katzen!

1. Schwarze Katzen sind robuster als alle anderen

Forscher des National Institute of Health fanden heraus, dass die genetischen Mutationen, die zur schwarzen Fellfarbe führen, einen gewissen Schutz vor Krankheiten bieten können. Tatsächlich betreffen die Mutationen nämlich dieselben Gene, die bei Menschen mit einer HIV-Resistenz zusammenhängen.

Darüber hinaus bietet schwarzes Fell eine perfekte Tarnung – egal, ob sich die Katze verstecken muss oder in der Dämmerung auf Beutezug geht.

schwarze Katze auf grünem Rasen
Im schwarzen Katzenfell leuchten die Augen besonders.© Stock.adobe.com/giedriius

2. Schwarze Katzen setzen sich durch

Die Katzenzüchter-Vereinigung Cat Fanciers' Association (CFA) erkennt 22 Katzenrassen mit schwarzem Fell an, darunter die Bombay. Sie ist die einzige Rasse, bei der schwarzes Fell von der Haarwurzel bis zur Haarspitze unabdingbar für den Rassestandard ist.

Melanismus – also die Schwarzfärbung von Fell, Schuppen oder Haut – betrifft im Übrigen 13 von 37 wilden sowie domestizierten Katzenspezies. Das Gen für schwarze Fellfarbe wird dominant vererbt.

3. Schwarze Katzen können rosten

Natürlich nicht wortwörtlich! Vielmehr erkennt man bei vielen schwarzen Katzen eine rötlich-braune Färbung, sobald Sonnenlicht auf ihr Fell trifft. Das liegt daran, dass das Licht eine versteckte Tabby-Zeichnung offenbaren kann.

Hinter einer permanent bräunlichen Färbung von schwarzem Fell kann aber auch ein Nährstoffdefizit stecken: Ein Mangel an der Aminosäure Tyrosin oder dem Mineralstoff Kupfer kann für den Farbwechsel verantwortlich sein.

Schwarze Katze liegt auf dem Schoß einer Frau und wird gekrault.
Schwarze Katzen sind nicht weniger anhänglich als ihre Artgenossen. © Stock.adobe.com/Iuliia Alekseeva

4. Schwarze Katzen sind Glücksbringer

Entgegen ihrem Image als Unglücksbote stehen Katzen in vielen Kulturen für das komplette Gegenteil:

  • Eine schwarze Katze im Leben einer japanischen Singlefrau soll beispielsweise ein idealer Männer-Magnet sein.
  • In den britischen Midlands gelten schwarze Katzen als perfektes Hochzeitsgeschenk, das der Braut Glück und ewige Liebe bescheren soll.
  • Englische Matrosen wissen schon seit langer Zeit, dass schwarze Katzen an Bord Glück bringen und eine sichere Heimreise ermöglichen.

5. Schwarze Katzen lassen sich feiern

Die Amerikaner feiern den "Black Cat Appreciation Day" am 17. August, die Briten ihren "National Black Cat Day" am 27. Oktober. Letzterer wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit auf alle samtpfötigen Katzen im Tierschutz zu lenken.

6. Schwarze Katzen werden oft abgelehnt

Es ist eine traurige Gewissheit: Schwarze Tierheim-Katzen warten im Schnitt etwa 13 Prozent länger auf ein neues Zuhause als andersfarbige Artgenossen, wie eine Untersuchung der britischen Organisation Cats Protection aus dem Jahre 2017 ergab.

Amerikanische Studien zeigten, dass schwarze Katzen häufig als weniger freundlich und aggressiver wahrgenommen werden – vermutlich, weil vielen Menschen eine Einschätzung ihrer Mimik  durch das schwarze Fell schwerer fällt. Darüber hinaus hält sich der mittlerweile weit überholte Aberglaube immer noch hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen.

Schwarze Katze sitzt im Nebel auf einem Steg.
Einer schwarzen Katze zu begegnen, bringt kein Unglück!© Stock.adobe.com/Laszlo

7. Schwarze Katzen sind wandelbar

Verantwortlich für die schwarze Fellfarbe ist das Pigment Eumelanin. Schon kleinste Änderungen in dessen Struktur sorgen für verschiedene Abstufungen der schwarzen Fellfarbe – so entstehen verschiedene Färbungen wie chocolat oder cinnamon.

Außerdem können sogenannte Verdünnungsfaktoren dazu führen, dass sich weniger Pigmente im Fell einlagern und beispielsweise Schwarz zu Blau wird.

8. Schwarze Katzen haben ein eigenes Café

In der kleinen Stadt Himeji in Japan gibt es ein Katzencafé, in dem man ausschließlich schwarze Katzen findet. Im "Nekobiyaka" tragen alle Katzen verschiedenfarbige Bändchen, damit Besucher sie auseinanderhalten können.

Schwarze Katze schaut über die Tischkante
Schwarze Katzen haben im Tierheim schlechte Vermittlungschancen. © Stock.adobe.com/Okxy001

9. Schwarze Katzen sind präsent in Film, Fernsehen & Literatur

Hier eine kleine Auswahl an berühmten schwarzen Katzen:

  • Salem aus der TV-Serie "Sabrina – Total Verhext!"
  • Snowball II aus der TV-Serie "Die Simpsons"
  • Pluto aus der Kurzgeschichte "The Black Cat" von Edgar Allen Poe
  • Thackery Binx aus dem US-amerikanischen Fantasyfilm "Hocus Pocus"
  • Luna aus der Anime-Serie "Sailor Moon"
  • Isis aus der TV-Serie "Star Trek"

10. Die reichste Katze der Welt trägt Schwarz

Als Ben Rea aus Großbritannien im Mai 1988 starb, vermachte er sein Vermögen von 7 Millionen Pfund an Blackie – der letzten Überlebenden der 15 Katzen, mit denen er seinen Lebensabend verbracht hatte. Bis heute steht Blackie damit als "Wohlhabendste Katze" im Guinness Buch der Rekorde.

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